Was macht unseren Schlaf so wertvoll?
WAS MACHT UNSEREN SCHLAF SO WERTVOLL?
Der Mensch verbringt im Durchschnitt etwa 26 Jahre seines Lebens mit Schlafen, das sind fast ein Drittel der gesamten Lebenszeit. Zu diesem großen Zeitraum kommen auch noch sieben Jahre dazu, die du brauchst, um jede Nacht einzuschlafen.
Was macht unseren Schlaf so wertvoll, dass er so viel Zeit in Anspruch nimmt? Schlaf ist ein lebensnotwendiges Element für uns, vergleichbar mit Sauerstoff, Wasser und Nahrung. Damit dein Körper und Geist sich über Nacht regenerieren und neu aufladen können, benötigst du Schlaf. Eine Verbesserung deiner Konzentration und eine Stabilisierung deiner Stimmung kann also nur durch einen erholsamen Schlaf gelingen.
Den Einfluss, den du auf deine Schlafqualität hast, ist in Wahrheit größer, als du vielleicht denkst. Kleine Optimierungen in deinem Alltag, deiner Abendroutine und der Gestaltung deiner Schlafumgebung erzeugen schon große Wirkungen, vor allem bei der Reduzierung der Einschlafzeit.
6 Faktoren für einen erholsamen Schlaf
Der sogenannte zirkadiane Rhythmus ist dein innerer Rhythmus und ist ausschlaggebend für die Steuerung deines Schlafs. Dein Schlaf-Wach-Zyklus wird vom zirkadianen Rhythmus reguliert, wodurch du tagsüber wach bist und abends müde wirst.
Das Tageslicht ist maßgeblich, um uns tagsüber wachzuhalten, während das Schlafhormon Melatonin bei Dunkelheit ausgeschüttet wird und deinen Körper zur Ruhe bringt. Diesen natürlichen Prozess kannst du aber trotzdem durch einige Optimierungen beschleunigen und damit deinem Körper helfen, abends besser einzuschlafen:
Licht und Dunkelheit
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- Einfluss: Tageslicht hält uns tagsüber wach, da dieses unseren Tag-Nacht-Rhythmus reguliert. Zu viel künstliches Licht am Abend kann deinen Einschlafprozess daher erheblich erschweren und verlängern.
- Tipp: Setze tagsüber auf viel natürliches Licht und reduziere künstliches Licht, wie deine Bildschirmzeit, besonders am Abend. Zusätzlich hilft auch eine sanfte Beleuchtung, um deinen Körper in den Ruhezustand zu bringen.
Regelmäßige Schlafzeiten
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- Einfluss: Ein fester Schlaf-Wach-Rhythmus erleichtert das Ein- und Durchschlafen erheblich, da dein Körper sich dadurch an feste Zeiten gewöhnt.
- Tipp: Jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen, verringert deine Einschlafzeit um einiges. Gegen einen Mittagsschlaf spricht grundsätzlich nichts, aber dieser sollte möglichst früh am Tag stattfinden.
Dein Schlafzimmer als Wohlfühloase
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- Einfluss: Deine Schlafumgebung mit den Faktoren Temperatur, Lautstärke, Lichtverhältnissen und Gemütlichkeit beeinflusst deine Schlafqualität besonders. Da dies der Ort ist, an dem dein Körper abends zur Ruhe kommen soll und über Nacht Energie tanken muss, ist dieser Ort besonders ausschlaggebend.
- Tipp: Dein Schlafzimmer sollte natürlich nach deinem Geschmack und deinem eigenen Verständnis von Komfort eingerichtet sein. Jedoch solltest du darauf achten, es eher kühl, dunkel und ruhig zu halten, damit dein Körper abends schneller in den Ruhemodus schalten kann. Dabei können Verdunklungsvorhänge, eine gute Isolierung und Dämmung und auch eine für dich bequeme Matratze und passendes Kopfkissen helfen.
Ernährung und Flüssigkeitshaushalt
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- Einfluss: Was und vor allem wann genau du isst und trinkst, hat großen Einfluss auf dein Schlafverhalten. Getränke mit Koffein und schwer verdauliche Mahlzeiten zum Abendbrot verlängern deine Einschlafzeit erheblich.
- Tipp: Schwere, fettige oder zuckerreiche Speisen sowie koffeinhaltige und alkoholische Getränke solltest du vor dem Schlafengehen unbedingt vermeiden, da sie deinen Schlafzyklus stören. Stattdessen solltest du auf Kräutertees, wie Kamille, Lavendel oder Baldrian, die eine beruhigende Wirkung entfalten und auf leicht verdauliche Snacks wie Bananen, Haferflocken oder Nüsse zurückgreifen.
Körperliche Aktivität
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- Einfluss: Durch regelmäßige Bewegung wird ein besserer Schlaf gefördert, da der Körper nach Bewegung abends schneller zur Ruhe kommt und du viel tiefer schläfst.
- Tipp: Tägliche Bewegung solltest du einplanen, wobei ein Spaziergang am Tag dafür schon ausreicht. Abends sind entspannende Übungen wie Dehnungen oder Yoga ideal, wohingegen du intensive Sporteinheiten wie Krafttraining vor dem Schlafengehen vermeiden solltest.
Stressabbau und Entspannung
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- Einfluss: Zu viel Stress und Sorgen halten dich vom Schlafen ab und verlängern so deine Einschlafzeit und verschlechtern deine Schlafqualität.
- Tipp: Meditationen, Journaling oder Atemübungen sind Entspannungsübungen, die dir helfen können, deinen Stress schneller abzubauen und deine Gedanken zu ordnen. So kommt nicht nur dein Körper, sondern auch dein Geist schneller zur Ruhe.
Wenn du diese Faktoren auf dich persönlich anpasst, kannst du deine Schlafqualität und auch dein körperliches und geistiges Wohlbefinden signifikant verbessern. Du verschwendest weniger Zeit beim mühsamen Einschlafen und fällst stattdessen in einen erholsamen Schlaf, der dir die nötige Energie für jeden neuen Tag gibt.